Ving-Tsung     >>> Hier aktuellen Trainingsplan downloaden! <<<<


Ving Tsun ist eine chinesische Kampfkunst die im 17. Jahrhundert entstand. Eine besondere Charakteristik von Ving Tsun ist das Denken in Prinzipien. Man könnte sie auch als Weisungen oder Orientierungshilfe bezeichnen. Diese Prinzipien sind bewusst in der reflexiven Befehlsform formuliert, so dass klar definiert ist, was zu tun ist. Ein entscheidender Vorteil ist die Allgemeinheit, Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit der Prinzipien. Beachtet ein Schüler die Prinzipien, so verhält er sich auch in vollkommen unbekannten Situationen korrekt bzw. macht im Normalfall zumindest keine gravierenden Fehler.

Im Ving Tsun wurden alle Techniken auf Ihre Wirkung hin maximiert. Die Bewegungen sind meist kurz und gerade. In der Regel wird keine starre Muskelkraft, sondern die Elastizität des eigenen Bewegungsapparates ausgenutzt. Dies geschieht durch eine Kombination aus Gewichtsverlagerung (Schritttechniken) und spontaner schneller Streckbewegung (Peitschenkraft) mit einem relativ kleinen Anteil eigener Muskelkraft. Die Kraft des Gegners wird durch Schritttechniken und Wendungen, neutralisiert und gegen Ihn verwendet (Gleichzeitigkeit von Angriff und Abwehr). Der Angriff ist die beste Verteidigung. Ein Schlag des Gegners wird so beispielsweise durch einen konternden Gegenschlag abgewehrt.

Der Stil ist weiterhin durch seine Trittarbeit charakterisiert, die nur sehr wenig Grundtritte umfasst und mit der im Allgemeinen nur niedrige Ziele bis etwa zur Höhe der Hüfte angegriffen werden. Ziele dieser Tritte sind insbesondere Kniegelenk, Oberschenkelansatz und Unterleib des Gegners.

Der Unterricht im Ving Tsun ist von Partnerübungen dominiert, bei dem die Trainingspartner bestimmte Bewegungsmuster eines Kampfes wiederholen, oder er findet an einem hölzernen Trainingsgerät (Holzpuppe) statt. Je nach Erfahrung des Übenden variiert dabei Geschwindigkeit, Intensität wie auch Komplexität der Übungen bis hin zum Freikampf / Sparring.

Ziel dieser Übungen ist es, den Lernenden durch langsame und sich oft wiederholende Bewegungsabläufe bestimmte Bewegungsmuster einzuschleifen, die im Ernstfall unbewusst abgerufen werden können. Einen Schwerpunkt legt das Ving Tsun auf das sogenannte Chi Sao, ein Gefühlstraining, welches ermöglicht, auf bestimmte Berührungen und Impulse eines Trainingspartners oder Gegners sehr schnell und reflexartig zu reagieren um möglichst wenig darauf angewiesen zu sein, Angriffe optisch zu erkennen.

Unser Training umfasst die Erlernung folgender Punkte:

Siu Nim Tao (eine kleine Idee Form):

Es werden die grundlegensten Armtechniken isoliert für sich oder in einfachen Kombinationen geübt. Beintechniken kommen hier in Form eines stabilen Standes vor. Ein wichtiger Aspekt dieser Form ist die Haltung und das Verhältnis von Spannung und Entspannung.

Chu Kiu (suchende Arme):

Basistechniken mit ersten Fußtechniken. Hier werden verschiedene Techniken in Kombination geübt, insbesondere das Zusammenspiel von beiden Armen, Beintechniken und Schritttechniken.

Bju Tse (stoßende Finger):

Bisweilen als Notfallform bezeichnet, in der Techniken erlernt werden, um aus ungünstigen Kampfpositionen in aussichtsreiche zurückzugelangen.

Mok Jan Chong (Holzpuppe):

Dient als Ersatz für einen Trainingspartner und zum intensitätsorientierten Training. Bewegungen werden hier einstudiert und Fehler beseitigt.

Luk Dim Bun Guan (Langstock):

Pa Cham Dao (Doppelmesser):

Chi Sao, Goh Sao sowie die Konditionierung sämtlicher Bewegungsabläufe um einen Gegner im Kampf besiegen zu können. Beim Sparring wird die Anwendung des Erlernten im Kampf trainiert.

 

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